Bericht Rothornhütte 2015

Rothornhütte 3198m

Planung Hochtourenwoche
Geplant waren Rochefortgrat, Zinalrothorn und Täschhorn, mit der Möglichkeit/Alternative Lenzspitze und Dürrenhorn wenns ganz gut läuft.
Wegen des schlechten Wetters verschieben wir den Start um 2 Tage. Problem dabei, die Turiner Hütte schliesst am Sonntag wegen Komplettumbau und deshalb gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit, ausser Zelt, für den Rochfortgrat.
Wollen deshalb zuerst zum Zinalrothorn. Habe mich am Sonntag bei der Kinnhütte nach der Kinnflanke auf das Täschhorn erkundigt und schlechte Nachrichten erhalten. Kinnflanke bis auf weiteres nicht möglich, zu viel Schnee, raten zum Mischabelgrat.
Alles nicht so einfach, müssen die weitere Planung vor Ort vornehmen.

Montag, 24.08.2015
Der Wetterbericht sagt auch erst für Dienstag Besserung vorraus, deshalb starten wir gemütlich am Montag 9:00 Uhr
in München und fahren Richtung Zermatt. Nehmen die Lötschberg-Autoverladung und sind nach 6,5 Std. beim Campingplatz zwischen Randa und Täsch und beziehen in der Pension unser Zimmer. Wetter hält sich noch schwer in Grenzen,
Berge sind alle in Wolken, oder es gibt hier gar keine Berge :-). Am Abend fängt es dann auch noch an kräftig zu regnen. Morgen wollen wir zur Rothornhütte aufsteigen um dann am Mittwoch das Zinalrothorn in Angriff zu nehmen.

Dienstag, 25.08.2015
Wetter sieht etwas besser aus, beim Frühstück schaut sogar mal kurz die Sonne raus. Berge sieht man allerdings immer noch keine, vielleicht gibt es die hier wirklich nicht. Packen dann zusammen, parken das Auto in Täsch und fahren mit der Bahn nach Zermatt.
Hier wie immer gut was los, viele Leute, fast keine Bergsteiger. Starten unseren Aufstieg bei der Kirche in Richtung Trift. Da es noch recht bewölkt ist, sind die Temperaturen für den Aufstieg ideal. Am Bach entlang geht es lanschaftlich sehr schön aufwärts bis zum Trifthotel.
Da wir genügend Zeit haben, machen wir hier eine kleine Pause und so langsam kommen auf der gegenüberliegenden Monte-Rosa-Seite immer mal wieder ein paar Berge zum Vorschein. Es gibt sie also doch. Sehen auf den ersten Blick recht weiss aus, scheint einiges geschneit zu haben.
Der weitere Weg verläuft über eine Hochebene und dann am Rand einer Moräne und steil über Serpentinen zur Hütte. Checken ein und machen es uns auf der Terasse mit Kaffee und Kuchen gemütlich. Ohne Wolken ist die Sicht von hier fantastisch, vom Mischabel über Monte-Rosa, Spitze vom Matterhorn und Wellenkuppe.
Leider trüben immer wieder durchziehende Wolkenfelder die Sicht. Die Hütte ist gut gefüllt, aber nicht ganz voll. Das Essen am Abend ist gut, aber nicht so heraussragend wie das letzte Mal.

Aufstieg: 1600Hm
Gehzeit: 3:35 Std., ca. 20 Min. Pause auf der schönen Trift
Start: 10:40 Uhr in Zermatt, Rothornhütte: 14:15 Uhr