Bericht Dom 2013

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Domhütte

Heute können wir es etwas ruhiger angehen lassen. Frühstücken gemütlich und ausgiebig und packen unsere Sachen neu zusammen. Starten dann ca. 10:00 Uhr in Randa bei prima Wetter. Der Weg zur Domhütte geht im unteren Teil recht schön und abwechslungsreich durch Lärchenwald. Bevor die versicherten Passagen beginnen, treffen wir noch zwei Bekannte von Armin, die ebenfalls im Aufstieg zur Hütte sind. Der Aufstieg kommt mir heute nicht so mühsam vor, wie beim letzten Mal und wir erreichen nach 3 Std. die Hütte. Diese präsentiert sich in komplett neuem Gewand mit Anbau. Innen und außen wurde viel Holz verwendet, sehr schön. Die Bewirtung ist super freundlich und die Schlafräume sind nun in kleinere Einheiten aufgeteilt, in unserem Fall 8 Pers. pro Zimmer. Einziger Mangel sind Aufhängmöglichkeiten für die Klamotten. Wir genießen auf der Terrasse den prächtigen Ausblick auf das gegenüberliegende Weißhorn. Später kommt ein Bergführer mit einem Gast vom Täschhorn, die haben den Mischabelgrat gemacht, bei besten Verhältnissen. Schade, schade, eigentlich hätte alles gepasst …

Wunderschöne neue Domhütte
Blick von der Domhütte zum Weißhorn

Abends können alle Leute nun gemeinsam essen und das gereichte Mahl ist bestens. Zuerst Suppe, dann Salat, danach Hauptspeise und noch ein Dessert. Danach gibt es noch ein Bier und ab in die Federn, denn die Nacht verspricht kurz zu werden.

Dom Festigrat

2:30 geht das Licht an, aufstehen. Vor dem Frühstück schaue ich noch kurz vor die Tür, denn in der Nacht hatte es geregnet. Sieht jetzt auch nicht so toll aus, dichter Nebel aus dem es leicht nieselt. Der Wetterbericht hatte doch eigentlich gutes Wetter voraus gesagt. Jetzt aber erst mal frühstücken. Da gibt es dann selbst gebackenes Brot, ein Genuss. Starten dann um 3:30 Uhr mit Stirnlampe im Nebel. Das erste Stück nach der Hütte ist recht gut zu finden, sobald es aber in das Geröll geht, geht die Sucherei los. Bei Nebel und im Dunkeln ist der richtige Weg nicht gut zu finden, weil schlecht markiert. Da würde sich eine Erkundung am Vortag lohnen. Peilen dann den Schnee an und seilen uns an. Es geht dann ein gutes Stück auf dem Gletscher nach oben, bis die Route nach links zum Einstieg aufs Festijoch zieht. Seil ab und in leichter Kletterei (II) zum Joch. Der Festigrat beginnt dann direkt am Festijoch. Mit Steigeisen geht es dann erst mäßig steil weiter, bis sich der Grat dann deutlich auf steilt. Zwischenzeitlich ist es hell und die Hoffnung auf die Sonne kommt auf. Der Grat zieht steil und wunderschön nach oben.

Kurz nach dem Festijoch
Steiler Festigrat
Erst mal geht es im Nebel
dann wird das Wetter besser
Endlich kommt die Sonne
Lenzspitze rechts und Nadelhorn links

So ab der Hälfte kommt dann tatsächlich die Sonne raus und die damit macht die Kletterei gleich doppelt Spaß. Als die vor uns steigende Seilschaft einen Eisbrocken löst, der uns nur knapp verfehlt, ziehen wir schnell den Helm auf. Falls der Eisbrocken jemand erwischt hätte, wäre der mit großer Wahrscheinlichkeit vom Grat geflogen.

Festigrat Felsteil
Im Gletscherbruch
Immer am Grat entlang nach oben
Erst im oberen Teil wird es flacher

Nach 4:45 Std. von der Hütte ist der Gipfel bei Sonnenschein erreicht. Prächtiger Blick hinüber zum Täschhorn und auf der anderen Seite zum Nadelgrat und Lenzspitze.

Gipfel des Dom
Schmeler Grat zum Gipfelkreuz
Freude über den Gipfelerfolg
Blick zum Nadelgrat rechts und Lenzspitze

Wir machen eine ausgiebige Pause und als die Wolken sich wieder verdichten, beginnen wir mit dem Abstieg über den Normalweg. Ist dann unproblematisch, immer der fetten Spur nach zum Festijoch. Dort kurz ab klettern und über den nun erkennbaren Weg zurück zur Hütte. Für mich heißt es dann bezahlen, deponierte Sachen packen und weiterer Abstieg nach Randa, da ich heute noch zurück in die Heimat fahre. Bin dann um kurz vor 13:00 Uhr beim Auto.

Aufstieg Hütte 1500Hm, 3 Std., Start: 10:00 Uhr, Hütte: 13:00 Uhr

Dom 1600Hm, 4:45 Std., Start Domhütte: 3:30 Uhr, Gipfel: 8:15 Uhr
Abstieg zur Domhütte 1600 Hm, 2:30 Std Uhr, Start Gipfel: 9:00 Uhr, Domhütte: 11:30 Uhr
Abstieg Randa 1500 Hm, 1:20 Std., Start Domhütte 11:40 Uhr, Randa: 13:00 Uhr
Gesamtgehzeit: 8:35 Std. ohne Pausen